Studentenproteste in Jakarta gegen Benzinpreissteigerungen schlagen in Gewalt um

von Marc am 25. Juni 2008

Die Proteste durch Studenten in Jakarta schlugen gestern, angefacht durch den Tod des Studenten Maftuh Fauzi, in Gewalt um.

Maftuh Fauzi war während der Ende Mai stattfindenden Protesten an der UNAS verhaftet. Die Proteste, die am 23. Mai begannen, waren eine Reaktion auf die erhöhten Benzinpreise und gedrosselten Subventionen, durch die Regierung. Am 24. Mai schließlich schlugen die Proteste in Gewalt um, nachdem Studenten Straßenblockaden aus brennenden Reifen errichtet hatten.

Die angerückte Polizei und Studenten bewarfen sich gegenseitig mit Steinen, später kamen Wasserwerfer zum Einsatz. Einige Zeit darauf stürmte die Polizei den Campus und verhaftete 140 Studenten. Ein großer Teil wurde zwar kurz darauf aus der Haft entlassen aber 31 Studenten blieben bis zum 2. Juni in Haft, darunter auch Maftuh Fauzi.

Während der Aktion, so Zeugenaussagen, sollen die Polizeikräften mit massiver Gewalt vorgegangen sein. Maftuh Fauzi zog sich während der Verhaftung eine Platzwunde am Hinterkopf zu.

Einen Tag nach seiner Freilassung wurde Maftuh Fauzi ins Christian University Hospital eingeliefert, wo er bis zum 18. Juni behandelt und später zum Pertamina Hospital überwiesen wurde, wo er einige Zeit später verstarb.

Ein Pressesprecher des Pertamina Hospitals nannte als Grund für die Todesursache eine Aidserkrankung. Die Verlesung dieser Meldung wurde von allerdings von Buh-Rufen von Studenten begleitet, die dieser Aussage nicht recht glauben schenken wollten und eine Autopsie, sowie weitere Untersuchungen und Disziplinarmaßnahmen gegen die beteiligten Polizisten forderten.

Am Dienstag dieser Woche kam es erneut zu Protesten. Ca. 1.000 Demonstranten versammelten sich vor dem Parlamentsgebäude in Jakarta und forderten neben einer Untersuchung des Falles Maftuh Fauzi an einer Plenarsitzung zur Erhöhung des Benzinpreises teilnehmen zu dürfen. Der Zugang wurde Ihnen jedoch verwehrt. Später sollen Studenten Straßenblockaden errichtet haben, worauf die Polizei mit Wasserwerfern gegen sie vorging.

Vor der Atmajaya Universität kam es ebenfalls zu Ausschreitungen, während denen ein Regierungsfahrzeug in Flammen aufging, nachdem Demonstranten dieses angehalten und den Fahrer gezwungen hatten das Fahrzeug zu verlassen.

Zu weiteren Protesten kam es vor dem Büro des Minenunternehmens Freeport. Demonstranten forderten die Verstaatlichung des Unternehmens.

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