Bung Karno und ein kleines Dorf bei Blitar
Ein paar Tage später fuhren wir von Malang aus in Richtung Blitar, um zum Einen Verwandte zu besuchen und zum Anderen das Grab von Sukarno.
Die Grabstätte von Sukarno, inklusive einem Museum (in dem man leider nicht fotografieren darf) liegt in Blitar selbst und ist stets gut besucht. Viele Indonesier pilgern regelmässig zur Grabstätte von Bung Karno und legen Blumen am Grab nieder.
Statue von Sukarno am Eingang der für die Öffentlichkeit zugänglichen Begräbnisstätte des Staatsgründers
Das nächste Ziel war ein sehr kleines und abgelegenes Dorf in der Nähe von Blitar. Wir besuchten dort Vanias Onkel und Großvater. Die Strecke zum Dorf ist idyllisch - wir werden später nochmals dorthin fahren und ich werde mehr Fotos machen.
Leider waren die Dorfkinder ein wenig misstrauisch gegenüber einem Bulé und ständig zwischen Flucht und Neugierde hin- und hergerissen. Ich dachte, daß ich unbemerkt ein paar Alltagsaufnahmen machen könnte - war aber leider so gut wie unmöglich.
Die Häuser im Dorf sind sehr schlicht eingerichtet, der Fussboden besteht meist nur aus Stein, die Küche hat meist nur einen Holzofen.
Hätte gerne mehr Aufnahmen vom Dorfleben gemacht aber allzuviel war dort gegen Abend nicht mehr los aber es gab zumindest einen malerischen Sonnenuntergang.
Sehr glücklich war Vanias Oma (kleine Omi), die im Dorf eine Freundin traf und - sonst sehr still und unterdrückt von einer anderen Oma (große Omi), die mit uns im Haus von Vanias Eltern wohnt - sichtbar aufblühte.
Das Wiedersehen und der Abschied fielen sehr tränenreich aus. Ich glaube, sie wäre am liebsten dort geblieben, auch wenn es deutlich schwerer ist dort zu wohnen und ohne Hilfe zurecht zu kommen. Früher hatten sich Vanias Oma und deren Freundin gegenseitig unterstützt (eine Oma ist fast blind, die andere fast taub).
Als es schon dunkel war, traten wir die Heimreise nach Malang an.

























