Nachdem wir viel hin- und hergereist und endlose Male quer durch Jakarta (zum dortigen Flughafen) gegondelt waren und meist nur (außer in Malang) einen Tag an einem Ort verbrachten, wollte ich mir auch einmal echten Entspannungsurlaub gönnen.
Unser Ziel für dieses Vorhaben war Lombok, die Nachbarinsel von Bali. Ich habe Lombok immer mehr gemocht als das überfüllte Bali, zudem sind die Strände dort hübscher und weniger zugemüllt. Wenn man natürlich Parties feiern will, ist man mit Kuta, Bali besser bedient.
Was ich wollte, war aber einfach nur: “Rumliegen, mich zum Strand schleppen, Cocktails trinken, rumliegen, mich zum Pool schleppen, Cocktails trinken…”. Unser Hotel war dafür auch gut geeignet, weil nicht zu überdimensioniert, und lag etwa 2 km von Sengiggi entfernt.
Bei unserer Ankunft auf Lombok konnten wir noch den Vorbeizug einer Hochzeitsgesellschaft miterleben. Schon bei meinem letzten Lombokbesuch (vor etwa 4 Jahren) hatte ich etwas Ähnliches zufällig miterleben können. Dennoch war es auch diesmal wieder ein Erlebnis.
Während eine Hochzeit in meiner gewohnten Umgebung von Ostjava eher ruhig und bedächtig verläuft, wird auf Lombok soviel Krach geschlagen, wie nur möglich. Lärmende Lautsprecher und Trommler sorgen dafür, daß niemand das Ereignis verpassen kann.
... und alt. Hochzeiten auf Lombok scheinen sehr ausgelassen zu sein. (Ob Arak = Palmwein mit im Spiel ist?)
Über den größten Teil des weiteren Aufenthaltes gibt es nicht viel zu erzählen, denn der Urlaub verlief wie geplant - entspannt. Die größten Aufregungen fanden in meinem Raymond Chandler-Roman statt, mit dem ich meine Zeit am Pool totschlug.
Allerdings unterbrachen wir unsere Faulheit doch für einen Tag und machten eine Radtour. Die war allerdings auch auf uns abgepasst. Wir wählten eine Route, in der es fast nur Bergab ging.
Vom Pusuk Pass fuhren wir hinab bis zum Sira Beach. Das letzte Stück ging dann doch nicht mehr wirklich bergab und da die Sonne sehr knallte, holte ich mir einen üblen Sonnenbrand, weil ich gedacht hatte, daß die Strecke vom Pass hinunter ohne nur und schattigen Bäumen entlangläuft, was im Gegensatz zu den letzten 4-5 kilometern auch so war.
Gelohnt hatte sich die Tour trotzdem, allein schon für unser letztendliches Fahrtziel, dem Sira Beach. Allerdings waren wir nach der Tour, so unsportlich, wie wir nunmal sind, vollkommen erledigt.
Bleibt noch zu erwähnen, daß ich auf Lombok meine Liebe zum lokal prominenten Gericht “Ayam Taliwang” gefunden habe. Es ist einfach unglaublich, wie knusprig und lecker man Hähnchen zubereiten kann - hinzu kommt noch der spezielle Sambal, der meist mit einer eher milden Terasi (Krabbenpasten)-Mischung serviert wird.
Nach Tagen fast absoluter Untätigkeit ging es zurück nach Malang, um die restliche Urlaubszeit (ca. 6 Tage) bei unserer Familie zu verbringen.
Zum Teil tat es mir leid, die Ruhe und den Luxus auf Lombok verlassen zu müssen, zum Anderen war ich froh die Familie wiederzusehen. Außerdem tut zu viel Luxus auch nicht gut, schon nach kurzer Zeit will man immer mehr und beneidet die Leute, die in Ihrer Hotelanlage noch mehr Luxus und einen noch weisseren Strand haben.
Schon gut, daß wir dieser Degeneration durch unsere Abreise Einhalt gebieten konnten.




























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Was für ein geniales Bild!
Wow! Das Bild vom Sira Beach ist echt super