6. Teil - Entspannen auf Lombok

von Marc am 2. April 2010

Der Strand

Nachdem wir viel hin- und hergereist und endlose Male quer durch Jakarta (zum dortigen Flughafen) gegondelt waren und meist nur (außer in Malang) einen Tag an einem Ort verbrachten, wollte ich mir auch einmal echten Entspannungsurlaub gönnen.

Unser Ziel für dieses Vorhaben war Lombok, die Nachbarinsel von Bali. Ich habe Lombok immer mehr gemocht als das überfüllte Bali, zudem sind die Strände dort hübscher und weniger zugemüllt. Wenn man natürlich Parties feiern will, ist man mit Kuta, Bali besser bedient.

Nach der Landung am Flughafen Mataram, Lombok - Blick auf eine Moschee

Nach der Landung am Flughafen Mataram, Lombok - Blick auf eine Moschee

Was ich wollte, war aber einfach nur: “Rumliegen, mich zum Strand schleppen, Cocktails trinken, rumliegen, mich zum Pool schleppen, Cocktails trinken…”. Unser Hotel war dafür auch gut geeignet, weil nicht zu überdimensioniert, und lag etwa 2 km von Sengiggi entfernt.

Blick von unserem Bungalow/Cottage auf den wenige Meter entferneten Strand

Blick von unserem Bungalow/Cottage auf den wenige Meter entferneten Strand

Bei unserer Ankunft auf Lombok konnten wir noch den Vorbeizug einer Hochzeitsgesellschaft miterleben. Schon bei meinem letzten Lombokbesuch (vor etwa 4 Jahren) hatte ich etwas Ähnliches zufällig miterleben können. Dennoch war es auch diesmal wieder ein Erlebnis.

Hochzeit auf Lombok  - in der Mitte des Bildes, die Braut

Hochzeit auf Lombok - in der Mitte des Bildes, die Braut

Während eine Hochzeit in meiner gewohnten Umgebung von Ostjava eher ruhig und bedächtig verläuft, wird auf Lombok soviel Krach geschlagen, wie nur möglich. Lärmende Lautsprecher und Trommler sorgen dafür, daß niemand das Ereignis verpassen kann.

Alle Beteiligten der Hochzeit sind dazu angehalten ordentlich Lärm zu machen

Alle Beteiligten der Hochzeit sind dazu angehalten ordentlich Lärm zu machen

Dazu gehört auch wildes Tanzen von Jung...

Dazu gehört auch wildes Tanzen von Jung...

... und alt. Hochzeiten auf Lombok scheinen sehr ausgelassen zu sein. (Ob Arak = Palmwein mit im Spiel ist?)

... und alt. Hochzeiten auf Lombok scheinen sehr ausgelassen zu sein. (Ob Arak = Palmwein mit im Spiel ist?)

Über den größten Teil des weiteren Aufenthaltes gibt es nicht viel zu erzählen, denn der Urlaub verlief wie geplant - entspannt. Die größten Aufregungen fanden in meinem Raymond Chandler-Roman statt, mit dem ich meine Zeit am Pool totschlug.

Allerdings unterbrachen wir unsere Faulheit doch für einen Tag und machten eine Radtour. Die war allerdings auch auf uns abgepasst. Wir wählten eine Route, in der es fast nur Bergab ging.

Der Pusuk Pass

Der Pusuk Pass

Alle paar Meter auf dem Weg hinab ins Tal sitzen schwer-beschäftigte Affen

Alle paar Meter auf dem Weg hinab ins Tal sitzen schwer-beschäftigte Affen

Blick vom Pusuk-Pass ins Tal

Blick vom Pusuk-Pass ins Tal

Vom Pusuk Pass fuhren wir hinab bis zum Sira Beach. Das letzte Stück ging dann doch nicht mehr wirklich bergab und da die Sonne sehr knallte, holte ich mir einen üblen Sonnenbrand, weil ich gedacht hatte, daß die Strecke vom Pass hinunter ohne nur und schattigen Bäumen entlangläuft, was im Gegensatz zu den letzten 4-5 kilometern auch so war.

Der Weg der Radtour führte durch kleine Dörfer, sowie Reisfelder

Der Weg der Radtour führte durch kleine Dörfer, sowie Reisfelder

Nochmals ein Reisfeld

Nochmals ein Reisfeld

Arbeiter auf einem Reisfeld auf Lombok

Arbeiter auf einem Reisfeld auf Lombok

Kinder wachsen auf Lombok an Bäumen - wirklich!

Kinder wachsen auf Lombok an Bäumen - wirklich!

Gelohnt hatte sich die Tour trotzdem, allein schon für unser letztendliches Fahrtziel, dem Sira Beach. Allerdings waren wir nach der Tour, so unsportlich, wie wir nunmal sind, vollkommen erledigt.

Sira Beach - ein Traumstand, abgesehen von scharfen Muschelsplittern

Sira Beach - ein Traumstand, abgesehen von scharfen Muschelsplittern

Und nochmals Sira Beach (Blick in die Gegenrichtung)

Und nochmals Sira Beach (Blick in die Gegenrichtung)

Bleibt noch zu erwähnen, daß ich auf Lombok meine Liebe zum lokal prominenten Gericht “Ayam Taliwang” gefunden habe. Es ist einfach unglaublich, wie knusprig und lecker man Hähnchen zubereiten kann - hinzu kommt noch der spezielle Sambal, der meist mit einer eher milden Terasi (Krabbenpasten)-Mischung serviert wird.

Nach Tagen fast absoluter Untätigkeit ging es zurück nach Malang, um die restliche Urlaubszeit (ca. 6 Tage) bei unserer Familie zu verbringen.

Zum Teil tat es mir leid, die Ruhe und den Luxus auf Lombok verlassen zu müssen, zum Anderen war ich froh die Familie wiederzusehen. Außerdem tut zu viel Luxus auch nicht gut, schon nach kurzer Zeit will man immer mehr und beneidet die Leute, die in Ihrer Hotelanlage noch mehr Luxus und einen noch weisseren Strand haben.

Schon gut, daß wir dieser Degeneration durch unsere Abreise Einhalt gebieten konnten.

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{ 4 comments… lesen oder selbst Kommentieren }

Lacuna 4. Oktober 2010 um 01:57

Was für ein geniales Bild!

Alexander Zorn 7. Februar 2011 um 21:19

Wow! Das Bild vom Sira Beach ist echt super ;)

Jan 4. Mai 2012 um 20:41

Hallo!
Toller Bericht, vielen Dank dafür. Wie heißt denn das Hotel auf Lombok, sieht auf dem Bild sehr gut aus?!
Viele Grüße
Jan

Marc 4. Mai 2012 um 23:38

Hallo Jan,

musste erst googeln, um mich an den Namen zu erinnern. Zumindest, weiß ich dadruch, dass das Hotel auch noch exitiert.
Es heist “Puri Mas” -> http://www.purimas-lombok.com/

Es war sehr angenehm und auch durch die Pflanzen verhältnismäßig kühl. Der Strand ist sicher nicht der schönste auf Lombok aber in Ordnung (wobei mir das Gesamtambiente immer wichtiger ist, als ein blütenweißer Sandstrand). Das Essen ist auch sehr gut, aber natürlich außerhalb des Hotels viel günstiger.

Zimmer gibt es in allen Größenordnungen und Preisklassen. Vom kleineren Raum (nicht sooo schön gelegen), über ein relativ großes Zimmer mitten im Garten mit Blick aufs Meer (hatten wir), bis zur großen Villa mit eigenem Pool (lohnt vielleicht für eine ganze Familie).

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